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Beziehung zu deinem Hund aufbauen und stärken - mit konkreten Tipps




Ich finde es total spannend, was Hunde im Leben von Menschen bewirken können und dass zwei so unterschiedliche Arten so eng miteinander zusammen leben.

Woher kommt unser Bedürfnis, unser Leben mit Hunden zu teilen?

Hast du dich schon mal gefragt, woher dieses Bedürfnis kommt, Hunde nicht nur in unserem Leben zu haben, sondern unser Leben inklusive Wohnung, Freizeitaktivitäten und Couch mit ihnen zu teilen? Und nur weil wir das Bedürfnis haben, ist das noch lange kein Garant dafür, dass es auch klappen muss. Trotzdem funktioniert das Leben mit Hund in den überwiegenden Fällen sehr gut.

Stellt sich also die Frage: sind wir wirklich so unterschiedlich oder verbindet uns doch mehr, als wir auf den ersten Blick zu erkennen vermögen?


Die Geschichte von Hund und Mensch liefert Antworten:

Ein Blick in die Geschichte von Hund und Mensch gibt hier Aufschluss. So teilten Menschen schon vor rund 40.000 Jahren ihr Leben mit dem Wolf. Forscher gehen davon aus, dass die Beziehung schlichtweg entstand, weil beide Seiten von ihr profitierten. Mensch und Wolf waren spezialisierte Laufjäger und waren zusammen erfolgreicher bei der Jagd als ohne den anderen. Die Beute wurde am Ende geteilt - win win und somit eine lohnende Beziehung für beide Seiten.


Wolfs-und Hundegenom trennten sich im Laufe der Geschichte und Hunde wurden vom reinen Jagdpartner mehr und mehr auch zum Sozialpartner für den Menschen.

Spätestens mit der Sesshaftigkeit wurden Hunde nicht mehr nur für die Jagd gebraucht, sondern auch um Haus und Hof zu bewachen oder um Herden zu beschützen.

Kriterien wie die Kooperationsfähigkeit mit dem Menschen oder damals, das zu tun, was der Mensch vom Hund wollte, wurde für Hunde immer wichtiger. Denn nur die Hunde, die„gut funktionierten“ konnten ihr Genmaterial in die nächste Generation weitergeben. Hunde waren also darauf angewiesen, den Menschen lesen zu können.


Menschen leben also seit rund 40.000 Jahren immer mit Hunden zusammen. Die Entwicklung des Menschen beinhaltet somit auch immer die Geschichte der Hunde. Und so könnte man meinen, das Zusammenleben mit Hunden liegt uns in den Genen.


Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen außerdem, dass Hund und Mensch in vielen Bereichen wie im Sozialverhalten, bei rationalen Entscheidungen oder auch bei Emotionen nahezu identisch ticken.

Das erleichtert das gemeinsame Leben zwischen Hund und Mensch erheblich.


Geschichte und Wissenschaft helfen uns zu verstehen, weshalb wir mit Hunden zusammen leben wollen und wieso es auch noch so gut funktioniert.


Konkrete Tipps, um die Beziehung zu deinem Hund aufzubauen und zu stärken:

Ich wollte trotzdem noch genauer wissen, wie ich die Beziehung zu meinem Hund verbessern kann. Welche Faktoren machen unsere Beziehung auch für meinen Hund zu einer guten Beziehung?


Für unsere Hunde sind wir ein guter und wertvoller Beziehungspartner, wenn wir gewisse Kriterien erfüllen. Die Wissenschaft hilft uns hier mit dem Seewiesener Modell weiter.

Die vier dort genannten Faktoren werden auch gerne als Bindungskatalysatoren bezeichnet, das heißt, sie beeinflussen die Beziehung und Bindung zwischen zwei Individuen positiv:


1. Attraktivität

Welche Eigenschaften machen dich als Beziehungspartner für deinen Hund interessant?



2. Erträglichkeit

Wie gut passen dein Hund und du zusammen?



3. Verfügbarkeit

Bist du als Beziehungspartner regelmäßig anwesend?



4. Vertrautheit

Wie vorhersagbar oder planbar ist dein Handeln aus Sicht deines Hundes?



Das bedeutet, immer wenn wir etwas in Richtung der Beziehungskatalysatoren tun, wirkt sich das positiv auf die Beziehung zwischen uns und unserem Hund aus.


Und was hat es mit der Bindung auf sich?

Auch die Bindung spielt im Kontext von Hund und Mensch eine wichtige Rolle. Wenn wir überprüfen wollen, inwiefern unser Hund an uns gebunden ist, gibt es auch hier vier Faktoren:



Die Bindung zwischen Hunde und Mensch ist immer dann gut, wenn sie die Lebensqualität steigert.

Ist dein Hund jedoch so eng an dich gebunden, dass er z.B. wahnsinnigen Trennungsstress verspürt, wenn du nicht anwesend bist, ist es an der Zeit zu handeln. Denn spätestens dann sorgt die Bindung nicht nur für eine Verbesserung der Lebensqualität deines Hundes.


Was tust du für eine gute Beziehung zu deinem Hund? Schreibe mir gerne einen Kommentar dazu :)


P.S.: Wenn du noch mehr zum Thema Hund-Mensch-Beziehung erfahren möchtest, dann kannst du dir mein kostenloses Webinar Die Hund-Mensch-Beziehung anschauen.


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